Da Capo! Patenschaftskonzert der Ursula Symphonics und des Philharmonischen Orchesters Freiburg am 24. März 2019

Da Capo! - Höhepunkt und zugleich Abschluss einer musikalischen Reise, die mit dem Deutschen Jugendorchesterpreis 2015 begann, über zwei gemeinsame Konzerte mit dem Jugendsymphonieorchester Amsterdam führte, Zwischenstation bei einem Dirigierkurs in Bad Weikersheim machte und schließlich in einer einjährigen Orchesterpatenschaft mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg gipfelte.

Mit einer Glückwunschkarte fing alles an, mit einem grandiosen Konzert soll es nun vorläufig enden!

2015 erhielten die Ursula Symphonics mit ihrem Wettbewerbskonzert „Eine Reise durch unseren Kiez“ den Deutschen Jugendorchesterpreis. Die Mitglieder der Schulgemeinschaft erlebten ein Konzert der Extraklasse. Damals konnte sich keiner vorstellen, dass dieser Erfolg unseres Orchesters unter der Leitung von Frau Raab Bollinger noch zu toppen ging. Doch er stellte nur den Anfang einer Reihe unvergesslich schöner musikalischer Momente dar. Damals erhielten unsere jungen Musikerinnen in Folge ihrer tollen Wettbewerbsplatzierung eine Glückwunschkarte vom Philharmonischen Orchester in Freiburg. Ein erster Kontakt zwischen beiden Orchestern war, wie sich später zeigen sollte, hergestellt. Vor einem Jahr übernahm das Philharmonische Orchester Freiburg dann eine Orchesterpatenschaft für die Ursula Symphonics. Unsere Mädchen erhielten auf der einen Seite Einblicke in den Alltag und das Wirken eines professionellen Orchesters, auf der anderen Seite durften sie Proben zu den Sinfoniekonzerten und Opernvorstellungen vom Orchestergraben aus beiwohnen. Den Höhepunkt des Patenschaftprojektes stellt nun das Orchesterkonzert „Da Capo!“ dar, bei dem die MusikerInnen beider Orchester miteinander „Pult an Pult“ musizieren.

An Unterricht war bei den Mitgliedern unseres Orchesters in der letzten Woche nicht zu denken. Seit Beginn des Schuljahres haben sie mit ihren beiden Dirigentinnen, Frau Verena Naab und Frau Katharina Skala, die Stücke für das Konzert vorbereitet und bei den Intensivprobentagen in Ochsenhausen perfektioniert. Doch nun ging es darum mit den Profis zusammen den einzelnen Stücken den letzten Schliff zu geben. Dabei bekam jede Schülerin einen Musiker des Philharmonischen Orchesters zur Seite „gesetzt“, bei dem sie sehr viel in Bezug auf ihre eigenes Instrument lernen konnte. Die Proben waren sehr anstrengend und für unsere Schülerinnen ungewohnt lang, und doch will sie keiner missen. Es war eine sehr intensive, aber zugleich unvergessliche wertvolle Zeit.

Am Sonntag, 24.März 2019 war es dann soweit. Die Ursula Symhonics und das Philharmonische Orchester Freiburg unter der Leitung von Herrn Fabrice Bollon präsentierten das Ergebnis ihrer gemeinsamen Bemühungen im Großen Haus des Freiburger Theaters. Durch das Programm führten drei Mitglieder der Ursula Symphonics: Johanna Schuler, Antonia Münchenbach und Asitan Rittinger.

Mit der „Coriolan- Overtüre“ von Ludwig van Beethoven starteten die beiden Orchester in ein Konzert, das es wohl so nicht so schnell wieder für unsere Schulgemeinschaft zu hören und zu sehen gibt. Die Konzertbesucher erlebten im Theater ein ganz besonderes Konzert. „Musik verbindet“ im wahrsten Sinne des Wortes. Ein großes Orchester, Profis und Schülerinnen gemischt, beschenkte seine Zuhörer mit einem musikalischen Genuss der Extraklasse.

Dass in unseren Schülerinnen kleine Profis schlummern, das bewiesen Anja Briem und Clara Ende  im Konzert für Klavier, Violine und Orchester G-Dur von Johann Nepomuk Hummel auf beeindruckende Weise. Die Liebe zur Musik wurde in jedem von ihnen gespielten Ton spürbar. Wie viel Arbeit in der Vorbereitung dieser solistischen Leistungen steckt, kann man nur erahnen.

Im Fokus des weiteren Konzertes stand der Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky, bearbeitet für Orchester von Gerhard B. Buchner-Fritsch, der 1874 inspiriert durch die Gedenkausstellung von Mussorgskys Malerfreund Victor Hartmann entstand. Viele Bilder von Hartmann sind nicht mehr erhalten, dafür aber die musikalischen Farben, mit denen sein Freund Mussorgsky diese Bilder beschrieben hat. Schülerinnen aus dem Fachbereich Kunst haben sich zusammen mit Frau Brenner ebenfalls Gedanken über die bildliche Umsetzung der „Bilder einer Ausstellung“ gemacht und diese „auf die Leinwand“ gebracht. Neben dem musikalischen Genuss hatten die Konzertbesucher so die Möglichkeit zugleich mit den Stücken die künstlerische Umsetzung präsentiert zu bekommen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die diesen Abend ermöglicht haben, an erster Stelle natürlich beim Philharmonischen Orchester Freiburg unter ihrem Dirigenten, Herrn Fabrice Bollon. Ohne die Möglichkeiten dieser Orchesterpatenschaft wäre dieses Konzert undenkbar gewesen. Und vielleicht geht es ja weiter… so zumindest hoffen unsere Schülerinnen.

Des Weiteren gilt unser Dank dem Theater Freiburg und allen Verantwortlichen und helfenden Händen vor und hinter der Bühne.

Der letzte Dank richtet sich in ganz besonderem Maß an unsere Ursula Symphonics und ihre Leiterinnen, Frau Raab Bollinger, die den Stein vor einigen Jahren ins Rollen brachte, und Frau Verena Naab und Frau Katharina Skala, die nun schon seit einigen Jahren die Ursula Symphonics leiten.

Kurz: Ihr seid Spitze! Vielen Dank für diesen unvergesslich schönen Abend!!!!