Day of Dance 2014

Wie jeden Morgen aufstehen, Sachen packen, frühstücken, in die Straßenbahn steigen, zur Schule fahren. Alles ist gleich, doch etwas ist anders, ich bin nervös, genauso wie viele andere Mädchen an diesem Morgen. Mit jedem Schritt auf die Schule zu steigt die Nervosität.

In der Schule gehe ich anders als sonst direkt in die Aula, denn dieser Morgen ist nicht wie jeder Morgen. DENN es ist der Morgen des „Day of Dance“!

In der Aula wird fleißig aufgebaut, der Laufsteg steht schon, die Technik wird installiert und die Aula dekoriert mit Luftballons und Luftschlangen. Viele sind aufwändig verkleidet und geschminkt, wie es am „schmotzigen Dunschtig“ schon beinahe Pflicht ist. Ein paar 11er helfen dabei. Die ersten fangen an sich aufzuwärmen, alles nochmal durchzugehen, zu schauen, ob alles läuft, ob alles perfekt ist; das Ergebnis: Vieles wird noch gefeilt, Drehungen noch mal durchgegangen, schwierige Stellen noch zwanzig, dreißig Mal geprobt, bis sie wie im Schlaf sitzen, überall sieht man nervöse Mädchen, die sich vorbereiten, als wäre dies der wichtigste Tag ihres Lebens.

Der erste komplette Durchlauf mit Moderation wird gestartet. Die Moderatorinnen kommen auf die Bühne und es beginnt. Nach strikter Reihenfolge wird alles durchgegangen, jeder weiß mehr oder weniger, was er zu tun hat, dennoch kommt es zu Problemen und Fehlern. Es ist die letzte Möglichkeit noch mal zu üben, zu zeigen, was man kann, bevor die ganze Schule zuschaut. Wir proben eigenständig an einem Platz in der Aula, gehen alles noch mal durch, üben Drehungen, versuchen etwas gegen die immer weiter steigende Nervosität zu unternehmen.

Viel zu schnell für meinen Geschmack kommen die ersten Schülerinnen hereingeströmt, um sich die besten Plätze zu sichern. Alles ist aufgebaut, alles ist fertig, wir alle sind bereit unser Bestes zu geben. Mit ein bisschen Verzögerung startet es dann.

Der Narrenkönig und die Narrenkönigin werden von den Moderatorinnen auf die Bühne gebeten. Dieses Mal sind Herr Stöfken und Frau Kopf, sie begeben sich hinter die Bühne und ziehen sich um. Nach kurzer Wartezeit betritt das Königspaar wieder die Bühne und schreitet majestätisch und würdevoll zu seinem jeweiligen Thron auf dem Laufsteg. Es wird gejubelt und gelacht, alle können kaum erwarten, wie es weitergeht.