"Jetzt ist Sommmer"- Sommerkonzert am Mittwoch, 14. Mai 2014

An dieser Stelle ein direktes Wort an alle verantwortlichen MusikerInnen des heutigen Abends- gemeint sind damit Frau Raab- Bollinger, Frau Scala, Herr Bührle, Herr Ratzel, Herr Berndt und Herr Schätzle:

“ Seid ihr denn wahnsinnig??!! Wie soll ein normaler Mensch nach einem solchen Abend in das triste Grau des Alltags zurückkehren, sich noch Tage und Wochen plagen bis er schlussendlich erlöst wird von dem wohlverdienten Beginn des Urlaubs?! Man kommt abgehetzt und erfüllt von den vielfältigsten Problemen des Tages in die Aula und hofft auf ein Stündchen der Ablenkung! Und was geschieht dann?“

Ja, was geschah dann? Mit unseren Problemen? Mit unseren Sinnen? Mit uns?

Mit Worten kann man es eigentlich gar nicht beschreiben. Man kann nur sagen: „Wer nicht mit dabei war, ist selber schuld.“ So ein Abend ist etwas Einmaliges, Unvergessliches, lässt sich eigentlich nicht mit Worten beschreiben und nicht mehr überbieten.

Ja, wir haben es in den letzten Jahren schon öfter geschrieben: „Die MusikerInnen unserer Schule haben mit ihren Gruppierungen die Latte sehr hoch gelegt…, […] sie haben sich selber übertroffen, […] sie können nicht mehr überboten werden.“ Aber nach diesem Abend muss man sagen: „Doch, sie können und werden in ihrem Können und ihrer Perfektion überboten, und zwar von sich selber.“

Die musikalische Leistung der Jüngsten im Unterstufenorchester unter der Leitung von Herrn Bührle lässt sich mit nur drei Worten sehr treffend beschreiben: „Klein, aber oho!“. Wer glaubt, die Jüngeren hätten Respekt vor Namen wie „ABBA“, Harold Arlen oder Edvard Grieg, der hatte sich gründlich getäuscht. Gespielt haben die Kleinen wie die ganz Großen. Mit „Somewhere over the rainbow“, „Money, Money, Money“ und der „Morgenstimmung“ haben sie den Zuhörer mitgerissen aus den Problemen des Alltags, hinein in eine Welt aus Klängen und Harmonien, die es jedem erlaubte, alle Sorgen und Nöte des Alltags weit hinter sich zu lassen.

Diese Stimmung griffen die „Ursula Symphonics“, unser Schulorchester, mit seiner Darbietung der „Moldau“ auf.

„Wer kennt nicht "Die Moldau", jenen musikalischen Fluss, der von sprudelnder Quelle bis zur ruhig und breit dahinfließenden Mündung in die Elbe Böhmens Hain und Flur durchzieht“, so heißt es in einer Beschreibung zu diesem Werk von Smetana.

Eine wissenschaftliche Abhandlung zu diesem Werk ist eine Sache, eine ganz andere ist es, die von Smetana mit seiner Komposition beabsichtigten Stimmungen und Bilder von der Moldau musikalisch umzusetzen. Und genau das ist den Schülerinnen des Orchesters unter Leitung von Frau Raab- Bollinger einmal mehr in Perfektion gelungen. Wie viel Arbeit dahinter steckt, dieses Werk so einzustudieren, dass es, wie heute Abend geschehen, auf musikalisch höchstem Niveau präsentiert werden kann, lässt sich nur erahnen.  Entsprechend war die Resonanz im Publikum. Pure Begeisterung! Visualisiert wurden die einzelnen Elemente des Stückes durch eine Bildpräsentation zum Thema "Moldau", die von den Klassen 7c und 7d mit Frau Fischer zuvor im Rahmen des Kunstunterrichtes erarbeitet wurde. Als kleines musikalisches Geschenk für die Seele gab es dann noch „Lord oft he Dance“.

Der letzte Applaus war noch nicht verklungen, da  kündigten sich bereits die „Swing Sisters“ unter der Leitung von Herrn Berndt und Herrn Schätzle an. Personell haben sie sich durch den Wegfall von langjährigen Mitgliedern aufgrund des Abiturs stark verändert, nicht aber im Niveau. Wenn man bedenkt, dass die Mitglieder unserer Big Band  zur Zeit zum Großteil aus der Unter- und Mittelstufe kommen, würde man erwarten, dass die „Swingfathers“ in der nächsten Zeit eher leichtere Stücke für ihre Auftritte wählen, damit die „Neulinge“ sich besser in die Gruppe einfinden können. Aber das genaue Gegenteil war bei diesen coolen Mädchen mit Sonnenbrillen der Fall. Schließlich sind sie noch keine Oldies, die geschont werden müssen. Vielmehr gilt bei ihnen: Ab morgen dürfen „The Blues Brothers“ bei ihnen in Ausbildung gehen.  Ein besonderes Highlight des Abends war das Zusammenspiel von Big Band und Gesang (Annina Merz) mit dem Song „Fever“.

Wer jetzt glaubt, das war´s, hat den bisherigen Konzertbericht nicht richtig gelesen. Richtig, sie haben sich bis jetzt mit ihren Stimmen und ihrem „Chef“, der-wie wir heute Abend erfahren durften- Nerven aus Stahl hat, noch nicht zu „Stimme“ gemeldet. Aber ein Konzert ohne unsere Chöre unter der Leitung von Herrn Ratzel? Das kann nicht sein! Dem war auch nicht so. Unsere Chöre  haben sich vielmehr wieder einmal stimmungsvoll zu Wort gemeldet. Mit Stücken wie „The Rose“, „Survive“, „Sailing“, „Can´t stop me“ und vielem mehr haben sie die Herzen der Zuhörer im Sturm erobert. Und so manch ein Chormitglied hat dabei seine Befähigung zur Solistin eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Gekrönt wurde das Konzert durch eine finales Zusammenwirken aller am Konzert Beteiligter. Da die Bühne unserer Aula für eine solch große Anzahl von AkteurInnen nicht ausgerichtet ist, wurden kurz die notwendigen baulichen Veränderungen vorgenommen- an Ideen zur Platzgewinnung soll es nicht mangeln- und schon ging es los mit „Jetzt ist Sommer“ von den Wise Guys. Jetzt gab es für das Publikum kein Halten mehr. Der Applaus nach dem Verklingen des letzten Tons wollte kein Ende nehmen. Trotz Zugabe war es dann leider soweit. Der letzte Ton war verklungen.

Was bleibt uns noch zu sagen?! Ganz klar! Danke! Danke! Danke!

Ihr seid Spitze!

Vor allem den KollegInnen des Bereichs Musik sei an dieser Stelle dafür gedankt, dass sie uns jedes Jahr immer wieder einen solchen unvergesslichen Abend schenken.

Was bleibt uns nun noch übrig?

Ach ja, kehren wir zurück in unseren grauen tristen Alltag, mit all seinen Mühen und Problemen, und warten wir wieder ein ganzes, ewig lang scheinendes Jahr darauf, dass ihr uns endlich wieder für ein paar Stunden daraus befreit- warten wir also auf das nächste Sommerkonzert.

Möge es bald kommen!

Hier finden Sie Bilder, die während des Konzertes aufgenommen wurden.