Schüleraustausch mit der Ecole Massillon in Paris (Schuljahr 2012/13)

Durch persönliche Kontakte entstand im Schuljahr 2011/2012 eine Schulpartnerschaft zwischen dem St. Ursula Gymnasium in Freiburg und der Ecole Massillon in Paris. Erste Befürchtungen seitens der französischen Schule, dass eine Begegnung zwischen einer gemischten Schule und unserem reinen Mädchengymnasium nicht funktionieren könnte, waren schnell ausgeräumt.

29 Schülerinnen der 7. Klassen mit Französisch als 1. bzw. 2. Fremdsprache hatten im Schuljahr 2012/13 wieder die Gelegenheit, an diesem Austausch teilzunehmen. Dem Programm liegt die Idee zugrunde, Schülerinnen und Schülern dieser Altersstufe einen ersten längeren Kontakt mit französischen bzw. deutschen Familien zu ermöglichen. Der Besuch der französischen Schüler und Schülerinnen fand bereits vom 30. Januar bis 6. Februar 2013 in Freiburg statt. Der Schwerpunkt dieser Woche lag darin, den französischen Gästen das regionale fastnächtliche Brauchtum, das es in Frankreich so nicht gibt, zu zeigen. Neben dem Umgang mit der fremden Sprache ist für Jugendliche dieser Altersstufe das sich Einfügen in das deutsche bzw. französische Familienleben und den deutschen bzw. französischen Schulalltag eine Herausforderung.

Vom 4.-11. Juni 2013 fand dann der Gegenbesuch nach Paris statt. Ein erster Höhepunkt war die Reise mit dem TGV.

Folgende Schwerpunkte unseres Aufenthaltes in Paris seien hier genannt :

  • Weiterführung und Vertiefung der bereits in Freiburg geknüpften Kontakte in den Familien. Das Familienleben in Paris unterscheidet sich doch wesentlich von der deutschen Lebensweise. Besonders wertvolle Erfahrungen sammelten die Schülerinnen am Wochenende in den Familien. Für manche der ca. 13jährigen Mädchen bedeutete dies eine große Herausforderung.
  • Verbesserung und Anwendung der französischen Sprache, Verminderung von Sprachbarrieren und Abbau der Hemmungen, sich in der Zielsprache auszudrücken.
  • Durch einen Besuch im Unterricht bekamen die Schülerinnen außerdem Einblick in das französische Schulsystem bzw. die Gestaltung des Unterrichts.
  • Bei zahlreichen Spaziergängen zu den Sehenswürdigkeiten (u.a. Besichtigung von Eiffelturm und Invalidendom) erfuhren die Schülerinnen viel über geschichtliche und auch gesellschaftliche Hintergründe der französischen Hauptstadt. Somit wurde das im Unterricht bereits theoretisch Erlernte praktisch erlebt.

Die Durchführung des Austausches wurde von den französischen als auch von den deutschen Jugendlichen in einem schriftlichen Feedback durchweg positiv bewertet. Es besteht große Motivation, die entstandenen Kontakte auch auf privater Ebene aufrecht zu erhalten. Die beteiligten französischen und deutschen Lehrkräfte sowie die jeweiligen Schulleitungen haben großes Interesse daran, den Austausch in den nächsten Jahren weiter zu führen und die Kontakte zu intensivieren.

Christine Billek und Barbara Bleicher