Schüleraustausch 2015  mit dem IES Val Miñor Nigrán, Spanien

Am Dienstag, den 22.09.2015, flogen wir, 22 aufgeregte und neugierige Schülerinnen der Klassenstufe 10, um 11 Uhr von Basel nach Porto. Von dort aus fuhren wir noch zwei Stunden mit dem Bus zurück nach Spanien, da Porto in Portugal liegt. Gespannt unterhielten sich schon alle darüber, wie ihre Familien sein würden und ob sie sich mit ihrem/ihrer Austauschpartner/in verstehen würden.

Als wir dann um 16 Uhr an der Schule unserer Austauschpartner, der I.E.S. Val Miñor in Nigrán, ankamen, wurden wir sehr herzlich mit Umarmungen und Begrüßungsküsschen empfangen. Danach gingen alle mit ihren Gastfamilien nach Hause und verbrachten dort den Rest des Tages.

In den folgenden 10 Tagen unternahmen wir jeden Tag etwas Anderes, manchmal mit, manchmal ohne unsere Austauschpartner, und es gefiel uns allen jedes Mal aufs Neue.

Am Mittwoch, unserem ersten, „richtigen“ Tag, fuhren wir mit den Fahrrädern, und Helmen (in Spanien Pflicht!), nach Baiona, wo die meisten sich später erstmal ein leckeres Eis gönnten.

Am Donnerstag nahmen wir am Strand an einem Surfkurs teil. Nachdem wir uns die Neoprenanzüge angezogen hatten, wärmten wir uns nach den Anweisungen der monitores gemeinsam auf und stürzten uns dann endlich ins Wasser. Dank der Neoprenanzüge war das Wasser wirklich nicht kalt und wir versuchten sofort, wie von den Surflehrern gezeigt, eine Welle zu erwischen und auf dieser zu „reiten“. Dies stellte sich jedoch schwieriger als gedacht heraus, da zu Beginn alle sofort im Wasser landeten. Das konnte uns jedoch nichts anhaben, weil es viel Spaß machte und es zudem lustig war, zu sehen, wie manche sprichwörtlich von einer Welle „überrumpelt“ wurden.
Den Freitag verbrachten wir auf den Islas Cies, einem Naturschutzgebiet mit dem schönsten Strand der Welt (das meinte der englisch Guardian vor ein paar Jahren), und sahen eine Landschaft, die wir so zuvor noch nie gesehen hatten: weißer, feiner Sand, türkis-blaues, jedoch sehr kaltes Meer und viele Möwen.

Auch die Hauptstadt Galiziens, Santiago de Compostela, das Ziel des Jakobsweges, besichtigten wir und hatten vom Dach der Kirche aus einen einmaligen Blick über die Stadt.

Das Wochenende, das leider schneller kam als gedacht, verbrachte jede in ihrer Gastfamilie. Viele machten einen Ausflug nach Portugal, andere ans Meer, welches einen Steinwurf von uns entfernt war, und manche entspannten zu Hause.

An unserem letzten gemeinsamen Tag, dem 30.09., bereiteten wir vormittags gemeinsam in der kleinen Schulcafeteria  tortilla, empanada und orejas de carnaval zu und überlegten uns zudem, wie wir das Abschiedsfest gestalten wollten.

Abends versammelten sich alle in der Aula, und das Programm begann. Jede von uns bedankte sich in einem Satz für etwas ganz Persönliches. Danach spielte eine kleine Band, bestehend aus einem der spanischen Lehrer und zwei Schülern. Anschließend ging es in den Pausenhof hinaus, wo jeden ein kleiner Brief erwartete und schon begannen bei manchen die Tränen zu fließen. Danach wurde vom vielfältigen Buffet gegessen und ausgiebig getanzt.

Unsere Familien waren sehr gastfreundlich und haben uns mit viel Liebe die spanische Kultur gezeigt. Oft wurden wir auch Verwandtenund Freunden vorgestellt, die uns schnell ins Herz geschlossen hatten und sehr an der deutschen Kultur interessiert waren. So haben wir einige Unterschiede festgestellt: z.B. isst man in Spanien erst zwischen 21 und 22 Uhr zu Abend, was für uns Deutsche eine große Umstellung war. Vom Essen waren  wir jedoch sehr begeistert. Abends aßen wir ähnlich wie in Deutschland auch: Nudeln, Salat, Pizza, etc., nur dass es mehr Meeresfrüchte gab, wenn man diese denn probieren wollte.

Zum Frühstück um ca. viertel vor acht gab es oft Toast, Kekse, churros und  palmeras, das sind spanische, sehr leckere Teigwaren.
Nach der Schule um ca. 15 Uhr wurde, wie auch am Abend, warm gegessen. Es gab z.B. Tortilla, das typisch spanische Omelett aus Eiern, Zwiebeln und Kartoffeln.

Wenn wir tagsüber einen Ausflug unternommen haben, bekamen wir immer reichlich Vesper mit,wie z.B. belegte Brote (oft mit Tortilla), Obst, Chips, Kekse etc.

Die Tortilla hat uns Deutschen besonders gut geschmeckt und wir werden sie mit Sicherheit zu Hause nachkochen, da uns unsere Austauschpartner  auch gezeigt haben, wie das geht.

Unsere Gastfamilien sind uns sehr ans Herz gewachsen, weshalb uns der Abschied sehr schwer fiel. Wir freuen uns schon auf den Besuch unserer Austauschpartner im Frühling!

Am Donnerstag, dem 1.10., waren dann leider die 10 Tage schon wieder vorbei und es hieß Abschied nehmen. Nachts um 4.30 Uhr fuhren wir dann, nach längeren Umarmungen und Abschiedsworten, mit dem Bus in Richtung Flughafen.

Um 12 Uhr kamen wir alle wieder gesund, gebräunt und mit vielen, einzigartigen Erinnerungen  in Freiburg an, wo uns unsere Eltern herzlich in die Arme schlossen.

Es hat uns allen sehr gefallen, sowohl die Ausflüge als auch die Gastfamilien, und wir würden jederzeit wieder dorthin fliegen.

Annika Neetzow, Emilia Sayer, Michelle Schmidt, Tanika Trum, Klasse 10