Reise nach Jerusalem…

Wir, 16 Schülerinnen der Klassenstufe 10, sind vom 23. Januar bis zum 2. Februar 2017 zusammen mit Frau Albicker und Frau Uiker nach Palästina/Israel gereist. Wochen vor unserer Abreise haben wir uns bereits einige Male getroffen, um uns gemeinsam auf die Reise vorzubereiten, vor allem auf die spannende Kultur und politische Situation, die uns dort erwartete.

Am Dienstag trafen wir uns wieder an der Schmidtschule für einen gemeinsamen Projekttag zum Thema „Was braucht es für ein gutes Zusammenleben?“. Dabei haben wir erkannt, wie wichtig es ist, dass sich die unterschiedlichen Religionen mit Respekt begegnen, um in einer guten Gemeinschaft zu leben.

Den Tag darauf hatten wir eine Führung durch die Altstadt über die Via Dolorosa zur Grabeskirche bis hin zur Klagemauer, zur Al-Aqusa-Moschee und zum Felsendom.  Nachmittags waren wir zu Besuch in der Gedenkstätte Yad Vashem, was „Name“ und „Erinnerung“ bedeutet und den Holocaustopfern gewidmet ist.

Am Donnerstag sind wir gemeinsam mit den Palästinenserinnen zu einem Ausflug ans Tote Meer aufgebrochen. Dabei legten wir einen Zwischenstopp am Jordan ein, und zwar an der Stelle, an der Jesus getauft wurde. Anschließend badeten wir am tiefsten Punkt der Erde, dem Toten Meer. Wir hatten alle einen großen Spaß uns auf der Salzwasseroberfläche treiben zu lassen.

Den Freitag (Familientag) gestalteten wir individuell mit unseren Gastfamilien. Unter anderem waren wir Kamelreiten/ Pferdereiten in Jericho oder fuhren in Städte wie Tel Aviv oder Bethlehem. Die Familien haben uns die unterschiedlichen Facetten des Landes Israel/Palästina gezeigt. In der Westbank angekommen, legten wir einen Zwischenstopp an der Mauer ein, die Bethlehem im palästinensischen Gebiet vom israelisch überwachten Gebiet trennt, und erfuhren einiges über die Geschichte und Hintergründe dieser Mauer. In Bethlehem haben wir dann die Geburtskirche (Church of Nativity) besichtigt und anschließend eine Führung durch das Caritas Baby Hospital gemacht. Der letzte ganze Tag in Jerusalem wurde als weiterer Familientag genutzt. Trotzdem haben wir doch noch eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet, um uns für die Gastfreundschaft und die schöne Zeit zu bedanken. Nachdem wir uns endgültig von unseren Austauschpartnerinnen verabschiedet hatten, sind wir mit dem Bus nach Nazareth gefahren. Dort haben wir die Verkündigungskirche besucht. Um 20.15 Uhr bekamen wir die Chance am Abendgebet mit den Mönchen, die dort leben, teilzunehmen.

Nach einer erholsamen Nacht sind wir mit einem Morgengebet am Open Air Altar direkt am See in den Tag gestartet. An diesem Tag sind wir auf den Berg der Seligpreisungen gewandert und haben uns auf dem Weg über diesen sehr dichten Text ausgetauscht. Auf dem Gipfel angekommen, besichtigten wir eine sehr moderne Kirche und genossen das tolle Wetter mit Sonnenschein. Nachmittags haben wir einen Abschlussgottesdienst gefeiert und hatten anschließend Zeit, unsere Koffer abermals zu packen.

Am letzten Tag mussten wir schon früh aufstehen. Nachdem alle Räume besenrein waren, machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Nach langwierigen und strengen Sicherheitskontrollen, bei denen wir am eigenen Leib erfahren konnten, wie angespannt die politische Situation ist, sind wir schließlich um 13.35 Uhr losgeflogen.

Kathrin Nogger, Tabea Kraushaar, Nora Söffge, Nina Hecht, Alida Zahoransky (alle 10c), Dinah Pfaff und Hannah Link (10d)