PERFORMANCE: UPDATE - Freitag, 19. Mai 2017

Wer ist näher am Thema „Jugendliche“ dran, als Jugendliche bzw. junge Erwachsene selbst? Wer kennt die Themen besser, die sie heute bewegen als sie selber?

So ist es nicht verwunderlich, wenn dieses Thema von ihnen selber aufgegriffen wird, wenn sie sich mit einzelnen Fragen und Themen, die die „Jugend von heute“ beschäftigen, auseinandersetzen und diese auf eine sehr eindrückliche Weise einem größeren Publikum vor Augen führen wollen.

Gemeinsam mit  Studierenden der Freiburger Schauspielschule haben die Schülerinnen des Literatur- und Theaterkurses des St. Ursula Gymnasiums eine theatrale Bestandsaufnahme zu dem Thema„Jugendliche“ erarbeitet. Themen wie „Warum wir lügen“, „zwischen smart und phone“, „Weg ins Ungewisse“ oder „Wir anderen oder die anderen?“, waren dabei Grundlage des gemeinsamen kreativen Arbeitsprozesses.

In Bewegung, Mimik, sehr emotionsreichen Texten und Songs haben die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler in einzelnen Szenen ihre Konflikte mit Eltern, Familie, Freunde und Gesellschaft zum Ausdruck gebracht, haben von ihren Träumen und Wünschen, aber auch von ihren Ängsten und den an sie gestellten Erwartungen erzählt. Die Themen, die an sich schon sehr herausfordernd sind, verlangen den Darstellern ihr ganzes Gespür und Können ab um Gefühlen wie Angst, Wut, Sehnsucht, Mitleid und Provokation sowohl in Sprache als auch in der spielerischen Umsetzung die notwendige Ausdrucksstärke zu verleihen, um so ein hohes Maß an Spannung entstehen zu lassen. Eine Spannung, die nicht nur die Darsteller, sondern auch das Publikum aushalten muss und so aufgefordert wird sich mit den einzelnen Lebensbereiche der Jugendlichen auseinanderzusetzen und sich ihren Fragen und Problemen zu stellen.

„Kind sein ist unbeschwert. Einfach. Problemlos. Glücklich. Leicht. Neugierig. Man kann an allem Spaß haben. So vieles und dabei ist es schon so schnell vorbei. So schnell kann man nicht mehr Kind sein und muss sich an Regeln halten und um alles kümmern. Dann kommt das Jugendlich sein  und dann wird es kompliziert… .“

Das Publikum erlebte eine Aufführung auf schauspielerisch sehr hohem Niveau.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Leitung dieses bisher an unserer Schule einmaligen Projektes bedanken, Frau Ingeborg Waldherr, Herrn Thomas Elgner (Schauspielschule im E-Werk) und Frau Karin Schirrmeister (Leiterin des Literatur- und Theaterkurses am St. Ursula), die zusammen mit ihren jungen DarstellerInnen dem Publikum einen unvergesslichen Theaterabend geschenkt haben.

Hier finden Sie Bilder aus der Aufführung vom 19. Mai 2017.