Max und die Zaubertrommel

oder

ein grandioser Abschied nach mehr als zwei Jahrzehnten Sing- und Spielgruppe am St. Ursula- Gymnasium

Sing- und Spielgruppe am St. Ursula- das heißt Theater, Gesang und Musik auf höchstem Niveau, und das schon von den „Kleinsten“ im Haus. Wie viel Arbeit in der Vorbereitung der alljährlichen Aufführungen der Sing- und Spielgruppe steckt, kann wohl nur der richtig einschätzen, der schon einmal mit dabei gewesen ist.

Zu Beginn eines jeden Projektes ist alles noch recht chaotisch, Stücke müssen einstudiert, Rollen vergeben und die Choreographie auf den Inhalt abgestimmt werden. Was dem Außenstehenden zunächst noch als wildes Durcheinander erscheint, entwickelt sich über das Schuljahr hinweg zu einem stimmigen Ganzen, zu einer Darbietung auf musikalisch und künstlerisch hohem Niveau, so dass den Terminen der Aufführung nicht wenige mit freudiger Erwartung entgegenfiebern.

Um so etwas zu bewerkstelligen, braucht es Leiter mit starken Nerven, die jedes Jahr von neuem dazu bereit sind sich auf ein  Großprojekt einzulassen. Neben dem inhaltlichen Arbeiten mit bis zu 100 Kindern geht es darum in jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt das richtige Gespür und ein geschicktes Händchen im Umgang mit den verschiedensten Schülerpersönlichkeiten zu haben.

Die Leiterinnen unserer Sing- und Spielgruppe, Frau Stüber und Frau Stehle, haben über fast zwei Jahrzehnte gezeigt, dass so etwas möglich ist. Jedes Jahr haben sie sich hochmotiviert und mit viel persönlichem Engagement neu all diesen Herausforderungen gestellt und zusammen mit ihren Schülerinnen der Schulgemeinschaft mit den verschiedensten Projekten unvergessliche Stunden geschenkt, wie z.B. mit „Momo“, „Tabaluga“, „Prinz Owi lernt König“ um nur einige zu nennen.

Die diesjährige Aufführung des Kindermusicals „Max und die Zaubertrommel“ von Gerhard A. Meyer stellte für Frau Stüber und Frau Stehle dennoch eine besondere Herausforderung dar, denn es sollte ihr letztes Projekt sein. Im Sommer geben die beiden Kolleginnen die Leitung der Sing- und Spielgruppe ab. Ihre Nachfolger stehen vor keiner leichten Aufgabe, denn die beiden Kolleginnen haben durch ihre herausragenden Leistungen die Latte sehr hoch gelegt.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Frau Stüber und Frau Stehle für ihr außerordentliches Engagement bedanken, durch das sie in vielen Kindern die Freude an Singen, Tanzen und Theater spielen geweckt haben.

Dieses Jahr war es nach einem Jahr Vorbereitung durch die Schülerinnen, dem Nähen und Basteln vieler helfender Hände im Hintergrund am 2. Juli endlich soweit. Die Türen der Aula öffneten sich für „Max und die Zaubertrommel“. Worum geht es in diesem Stück?Eine typische Situation: Einkauf am Samstagmorgen. Der kleine Max ( Denisa Tahirukaj, 6b) soll neu eingekleidet werden……. In der Kleiderabteilung geraten Mutter (Lorena Färber Gonzalez, 6b) und Sohn an drei zickige Verkäuferinnen (Lisa Oehmichen,6d; Katharina Miller, 6c; Lea Baudendistel, 6d), die darin geübt sind, ihren Kunden alles zu verkaufen, ob es passt oder nicht. Max ist froh diesen Laden wieder verlassen zu können. Als seine Mutter im Kaufhaus „Kauftraum“ ihr Traumkleid suchen und finden möchte, möchte der kleine Max nicht mit ihr gehen! Er rührt sich nicht mehr von der Stelle. Die Mutter lässt ihn mit den üblichen Ermahnungen auf einer Bank im Freien zurück.

Max gerät ins Träumen… Ein Trödler (Theresa Köhn, 7c) schenkt ihm eine Zaubertrommel. Diese Trommel entführt ihn mit ihren Klängen in eine andere Welt, die Welt der Töne (Felina Vieser, 6d; Anne Matteit, 6d; Zoe Jasch, 6d; Amelie Fuchs, 5d; Anna Moser, 6d; Katharina Könczöl, 6b; Henrike Tebartz van Elst, 5e; Magdalena Orth, 5c). Diese Töne sind bedroht von König Gier (Emilia Benz, 6b) und seinen Hofdamen (Isabel Jara-Rios, 7e; Pauline Spitznagel, 5c; Antonia Beer, 7a), die alle Töne, alle Musik für sich in Anspruch nehmen. Die Töne werden  – bis auf den Roten  Ton – entführt und Max macht sich auf, die Töne zu retten.

Am Hof von König Gier werden sehr viele Töne als Gefangene gehalten. Das Schloss ist gut bewacht, doch Max gelingt es, alle Töne zu befreien…Neben den im Text genannten Schülerinnen gab es noch viele, die durch ihr Singen und Spielen in weiteren wichtigen größeren und kleineren Rollen, im Extrachor, in der Combo unter Leitung von Paul Gross dazu beigetragen haben, die Aufführung zu so einem großen Erfolg werden zu lassen.

Der Arbeitsgemeinschaft „Ton und Effektbeleuchtung“ unter Leitung von Felix Berndt und dem Beleuchtungsteam unter der Leitung von Frau Jahnke fiel dabei die Aufgabe zu alles ins rechte Licht zu rücken. Dass jede Schülerin zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Kostüm auf der Bühne erschien, dafür sorgte das Team der Bühnenassistenz, das sich zu einem Teil aus älteren Schülerinnen und zum anderen aus Eltern zusammensetzt.Zum Schluss bleiben uns noch zwei Dinge. Zum einen gilt es Danke zu alle den vielen helfenden Händen vor und hinter der Bühne, ohne die an ein solches Projekt nicht im Traum zu denken wäre. Zum anderen heißt es Abschied nehmen von zwei hochmotivierten, hervorragenden Pädagoginnen, die die Sing- und Spielgruppe am St. Ursula zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Wir wünschen ihnen für ihre Zukunft alles Gute und ihren Nachfolgern an dieser Stelle schon viel Erfolg für ihr zukünftiges Wirken als Leiter der Sing- und Spielgruppe.

Hier finden Sie Bilder der Premiere.