„Nehmen und Geben“ –

das St. Ursula Gymnasium lernt generationenübergreifend – wie geht das?

Es ist eins von 22 Projekten der Stadt, Einrichtungen und Initiativen in Freiburgs Stadtteilen und Quartieren zu vernetzen und  auch unser Antrag wurde von der Stadt Freiburg mit einer Summe von 2500 € bewilligt.

Wie kam es dazu?

Herr Jörg Könözci, Leiter der Seniorenwohnanlage „Im Grün“ und Frau Wieber, unsere Schulsozialarbeiterin, vereinbaren ein erstes Treffen mit der Unterstufenkoordinatorin des St. Ursula Gymnasiums in der SWA.

Gibt es überhaupt Interesse und die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und den Bewohnern einer Seniorenwohnanlage?

Nach einem Treffen dort und hier sind wir uns einig: wir wollen im Stadtteil Kooperationspartner werden. Frau Längle (Compassion) lässt sich auch anstecken und so spielen wir verschiedene Ideen durch, wie im Laufe eines Schuljahres ein gegenseitiges Nehmen und Geben aussehen könnte.

 Bei Kaffee, Fanta und Kuchen fand eine erste Begegnung am 24.9.2014 am Nachmittag Im Grün statt. Mit einem Quiz, moderiert von Herrn Könözci, lernten die aufgeschlossenen Seniorinnen und Senioren und auch die 10 Mädchen von unserer Schule die jeweilige Einrichtung der „anderen“ kennen.

Unsere Gruppe setzte sich aus Mädchen der Unterstufe von der HA-Betreuung zusammen, die mit Erlaubnis ihrer Eltern an dem Treffen teilnahmen. Weitere gemeinsame Aktivitäten sind geplant: stricken/häkeln im November und ein Neujahrsempfang im Januar, musikalisch gestaltet von einer Musikklasse unserer Schule.

Im nächsten Halbjahr ist ein Projekt der Fächer Religion und Geschichte mit einer Mittelstufenklasse geplant, in der die Schülerinnen durch Gespräche und Interviews mit den Senioren deren Lebensbedingungen in ihrer Jugendzeit mit den heutigen vergleichen und dokumentieren können.

In der Gesamtlehrerkonferenz am 13.10.2014 wurde das Projekt dem Kollegium vorgestellt. Die LehrerInnen wurden eingeladen, sich zu überlegen, ob sich innerhalb einer Klasse, eines Kurses oder einer Arbeitsgemeinschaft eine Gelegenheit der Begegnung anbietet, die eine Bereicherung für beide Seiten darstellen könnte. 

„Jeder will es werden, keiner will es sein – alt.“

Spontan meldete am nächsten Tag unsere Kunstkollegin Frau Behnke Interesse an, mit ihrem Kunstkurs im Rahmen von „Portraitzeichnen“ einen Besuch bei den Senioren gemeinsam vorzubereiten. 

24.10.2014 Eva Raab-Bollinger, Koordinatorin der Unterstufe