Indien- Traum und Albtraum

Traum und Albtraum - Der Subkontinent Indien bietet alles und dies für jeden sichtbar.

Wenn man einmal dort war, lässt dieses besondere Land einen nicht mehr los.

So erging es mir vor 27 Jahren in Nordindien. Vor zwei Jahren war ich wieder einmal in Indien, dieses Mal in Zentralindien, einer der ärmsten Regionen mit extremer Wassernot, es sind die Bundesstaaten Madhya Pradesh, Chattisgar, Uttar Pradesh, Orissa ,die Mutter Baptista mit ihrem großartigen Lebenswerk geprägt hat. - Hier hat meine Tochter ein halbes Jahr sozialen Dienst absolviert. Sie arbeitete auf einer der 30 Außenstationen, die von Mutter Baptista eingerichtet worden sind. Auch Ulrike Menz ,unsere ehemalige Kollegin ,hat einige der Stationen eingerichtet. Dies alles mit Spendengeldern. - Der Besuch meiner Tochter löste in mir wieder den Drang aus, gezielt für dieses Projekt tätig zu werden. Eine Schulpatenschaft hatte meine Tochter vor 2 Jahren bereits gegründet. Die bittere Armut, auch die auf dem Land, lässt einen nicht mehr los. Familien die einfach nichts besitzen. Krankheiten, wie Lepra, die die Betroffenen ächten, kommen noch hinzu.

 

Die Verbesserung der Außenstationen in entlegenen ländlichen, schwer zugänglichen Gebieten, die von kleinen Schwesterngemeinschaften sehr liebevoll gestaltet werden und schutzlosen Kindern und Familien Geborgenheit und Bildung ermöglichen, müssen unbedingt weiter unterstützt werden.

Mutter Baptista war viele Jahre sehr mit dem St. Ursula Gymnasium verbunden. Die Unterstützung dieses große Projektes gehört zur Tradition der Schule, so dachte ich, es kann nicht schaden, es mehr publik zu machen, indem ich es den Veranstaltern des Mundologia-Festivals vorstelle. Sie waren sofort sehr begeistert, haben alles nötige geprüft und uns die Möglichkeit für einen Messestand auf dem 3-tägigen Festival im Konzerthaus zugesichert. Später erfuhr ich, dass dieses Indienprojekt sogar den Mundologia-Preis bekommen soll. Frau Menz und ich konnten es kaum glauben.  Es kam noch besser als wir erwartet hatten. Der Preis erhöhte sich von 2500 Euro auf 3500 Euro. Da Frau Menz , wie in jedem der letzten Jahre, für 4 Monate in Indien weilt, musste ich die Kurzrede im Rolf Böhmesaal halten. Der Veranstalter Herr Hauser hat am Eröffnungsabend auf der Bühne  sehr wertschätzende Worte über das Indienprojekt geäußert und das vor 1800 Zuhörern. Anschließend gab er mir das Mikrofon in die Hand, um zu diesem Projekt noch Genaueres zu sagen. In 2 Minuten musste ich mich sehr kurz fassen. Es schien aber gereicht zu haben, da am nächsten Tag reger Andrang an unserem Messestand herrschte. Viele Besucher haben sofort Schulpatenschaften gegründet, weshalb wir vor allem 3 Tage hier standen. Viele haben sich über das Projekt informiert und werden später Patenschaften gründen. Auch Spenden wurden gegeben.  Wir machten mit einem kurzen Film über einen PC, einer Broschüre,  selbstgefertigten Fotos aus Indien und einem Flyer auf die Arbeit im Projekt aufmerksam. Es ergaben sich viele gute Gespräche mit Besuchern.

Es haben 8 Schülerinnen aus der Klasse 7b mit uns Erwachsenen (aus dem Projekt)  in Schichten am Messestand  3 Tage lang Präsenz gezeigt, wofür wir sehr dankbar sind.

Auch in den nächsten Jahren haben wir die Möglichkeit wieder mit einem Messestand auf der Mundologia präsent zu sein, um Patenschaften zu vermitteln.

 

Bettina Fischer