Vortrag der Jungforscherinnen des St. Ursula Gymnasiums bei der Volksbank Freiburg im Rahmen der Bildungspartnerschaft

Schule + Bank … Bank + Schule… = Schulbank!?  Seit letztem Schuljahr haben wir mit der Volksbank Freiburg eine Bildungspartnerschaft und mitunter ist es ein erklärtes Ziel, voneinander zu lernen. Doch was heisst das konkret?

Was können Schülerinnen von Bankern lernen? Einiges.  Im Rahmen einer Schulstunde mit dem Volksbank-Mitarbeiter Dominik Müller konnten die Schülerinnen des Wirtschaftskurses zum Beispiel erfahren, wie eine Existenzgründung funktioniert. Die Schülerinnen waren begeistert vom Vortrag des Experten, der sich hierfür extra auf ein aktuelles Beispiel aus Freiburg bezog.

Und was können Banker von Schülerinnen lernen? Auch Einiges, wie sich beim Vortrag von drei Jungforscherinnen in der Volksbank Freiburg herausgestellt hat.

Es folgt ein kurzer Bericht:

12.30 Uhr, Mittagspausenzeit bei der Volksbank Freiburg. Der Konferenz-Raum im 6. Stock füllt sich zunehmend mit „Menschen in Anzügen“. Ein ungewohnter Anblick für unsere drei Schülerinnen, sie lassen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und richten ihre Laptops.

Nach einer kurzen Begrüssung durch den Personalleiter Herrn Hupperich, berichtet Katharina Bieringer aus der Jahrgangsstufe 2 von ihrer Seminarkursarbeit, die sie im Rahmen der Schüler-Ingenieurs-Akademie erstellt hat. Ihr Thema ist die Optogenetik. Hierbei handelt es sich um ein relativ neues Forschungsgebiet, das sich grob gesagt mit der Mischung von optischen Technologien und der Genetik befasst. Katharina zieht die rund 35 Zuhörerinnen und Zuhörer nach wenigen Augenblicken in ihren Bann, indem sie auf anschauliche und auch für Laien sehr gut verständliche Art die Möglichkeiten der Optogenetik vorstellt. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Aufklärung von Gehirnfunktionen und bei der Erforschung von neurologischen Erkrankungen wie z.B. Parkinson, Alzheimer, ADHS oder Epilepsie. Die anschliessenden Fragen an die Referentin zeigen, dass Katharina Interesse für dieses faszinierende Forschungsfeld geweckt hat.

Im Anschluss präsentieren die Neuntklässlerinnen Nicole Anton George und Antonia Münchenbach – beides mehrfach ausgezeichnete Preisträgerinnen- ihre Forschungsergebnisse.  Nicole‘s Interessensgebiet ist die Mathematik, sie hat zusammen mit Antonia die sogenannte Conway-Folge abgewandelt. Der Funke springt auch hier schnell über, mit einer unglaublichen Leichtigkeit demonstriert sie weitere mathematische Rätsel. Laute Lacher gibt es dann, als Nicole und Antonia eine mögliche Anwendung mit dem Publikum erproben. Sie zeigen nämlich auf,  dass man anhand der Geburtsdaten und mithilfe der abgewandelten Zahlenfolge feststellen kann, ob der Partner/die Partnerin (rein mathematisch gesehen natürlich!) zu einem passt.                                                        

Beim letzten Vortrag  geht es um das Kartoffelkäferpärchen Oskar und Elfriede. Antonia zeigt, wie sie die bislang ungeklärte Frage nach der Vererbung  des Panzermusters beantwortet hat. Dafür hat sie die Musterung der 50 Kinder von Oskar und Elfriede experimentell untersucht und dokumentiert. Mit Hilfe eines selbst gedrehten Filmes berichtet sie, wie sie zudem ein Ranking der Lieblingspflanzen der beiden Kartoffelkäfer erstellt hat. Die Schülerin beeindruckt die Banker und zeigt, wie spannend Forschung ist.

13.30 Uhr, die Mittagspause ist beendet, langer Schlussapplaus. Die Schülerinnen erhalten als Dankeschön Präsente von der Personalreferentin Frau Göggel und von der Ausbildungsleiterin der Volksbank, Frau Leuthner.

Ein Hinweis zum Schluss: Im Rahmen des Berufsinfotages am 17. März haben unsere Schülerinnen die Möglichkeit, mit Auszubildenden und der Ausbildungsleiterin der Volksbank Freiburg ins Gespräch kommen.  Das Berufsfeld kann ausserdem bei einem Schnupperpraktikum kennengelernt werden. Wer einen kleinen Eindruck von der Arbeit bei der Volksbank Freiburg bekommen möchte, dem ist auch der Volksbank Blog www.voba-blog.de sehr zu empfehlen.

Wir freuen uns auf die weiteren gemeinsamen Veranstaltungen mit unserem Bildungspartner.

Magali Zimnik

Koordinatorin der Berufsorientierung