Talkshow zum Verhältnis Europa – Russland begeistert Publikum

Im Schuljahr 2017/2018 wurde an unserer Schule ein Seminarkurs zum Thema "Europa" angeboten. Ein Jahr lang haben sich die Teilnehmerinnen dieses Seminarkurses intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und für ihre abschließende Seminarkursarbeit eigene Schwerpunkte gesetzt.

Im Folgenden werden zwei dieser Projekte kurz vorgestellt:

Trotz schwül-heißem Wetter waren die Zuschauerplätze voll belegt. Das lag sicherlich an dem Thema des Abends – Das Verhältnis von Europa zu Russland – als auch den geladenen Experten. Als Gast waren der ehemalige Bundestagsabgeordnete Gernot Erler, Dr. Peter Kaiser, vom Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Uni Freiburg und der Organisator von „Pulse of Europe“, Moritz Pohle, in das St. Ursula Gymnasium eingeladen. Doch die eigentlichen Stars des Abends waren die Moderatorinnen, die eine kurzweilige und spannende Talkshow präsentierten.

Die Veranstaltung wurde von den vier Schülerinnen Zoe Jasch, Anne-Sophie Müller, Victoria Preis und Ellen Yang des Seminarkurses „Europa“ von Hr. Kaltenbacher und Hr. Heckhausen perfekt organisiert und bestens moderiert.

Das ganze Schuljahr haben sich die Schülerinnen mit dem Themenkomplex beschäftigt und die ganze Veranstaltung eigenständig vorbereitet und organisiert. Wie souverän, inhaltlich perfekt vorbereitet und trotzdem entspannt die Schülerinnen ihre Rolle als Moderatorinnen übernahmen, begeisterte das Publikum und sorgte viel Applaus. Immer wieder wurde auch das Publikum mit einbezogen und mittels Abstimmungskarten um seine Meinung gefragt. Fast schon professionell wurden Themenkomplexe durch kurze Einspieler, Bilder oder Zitate eingeleitet und visualisiert. Neben Fragen zu einem WM-Boykott, dem Ukraine-Konflikt, der Rolle Putins und dem grundsätzlichen Verhältnis von Europa und Russland wurde auch das Thema Rechtsruck in Europa und die Frage nach Feindbildern angesprochen.

 

Vortrag zu IS-Rückkehrerinnen im Kommunalen Kino

Angesichts der ersten Verhaftung einer IS-Rückkehrerin in Deutschland in der vorletzten Woche ist der Film „Layla M.“ und dessen Thematik aktueller denn je. Der Film „Layla M.“ spricht viele Themen an, zeigt aber vor allem die Perspektive einer niederländischen jungen Frau, die sich radikalisiert, einen IS-Anhänger heiratet, mit ihm in den Nahen Osten flüchtet und enttäuscht über den realen Alltag dort wieder zurückkommt. Berührt von diesem Film organisierte die Schülerin Lara Hunn sehr selbstständig eine weitere Vorführung des Films im Kommunalen Kino, um anschließend ihre seit Schuljahresbeginn im Seminarkurs „Europa“ von Hr. Kaltenbacher und Hr. Heckhausen eigenständig recherchierten und gesammelten Erkenntnisse zu der Situation von IS-Rückkehrerinnen zu präsentieren.

In der vollbesetzten Galerie des Kommunalen Kinos präsentierte Lara im Anschluss an den Film sehr souverän Fakten, Ansichten und unterschiedliche Perspektiven. Sind die (ehemaligen) IS-Frauen Opfer oder Täter? Geht von den IS-Rückkehrerinnen eine Gefahr für unsere Gesellschaft aus? Wie kann der Staat handeln? Gehören die IS-Rückkehrerinnen verhaftet? Immer wieder bezog Lara auch das Publikum und dessen Meinungen mit ein. Ein kurzweiliger und interessanter Vortrag, der viel Applaus bekam.